Abitur-Durchschnitt: Einser-Abis waren 2026 rar
„(…) Die Ergebnisse speziell der Gymnasiasten hingegen sind tatsächlich in diesem Jahr ein Stück abgerutscht. An den Gymnasien lag der Abischnitt im vergangenen Jahr noch bei 2,3. Und während 2025 sogar 4,14 Prozent der Gymnasiasten die Abitur-Bestnote hatten, waren es in diesem Jahr 1,9 Prozent. Allerdings waren fast alle der rund 5100 Prüflinge dieses besonderen Jahrgangs entweder Seiteneinsteiger, beispielsweise von Realschulen, oder sie hatten ein Oberstufenjahr wiederholen müssen – wodurch sie natürlich auch schon mit schlechteren Vornoten ins Rennen gingen.
Auch die Gymnasien hätten gerade von diesen jungen Leuten ganz besondere Erfolgsgeschichten zu erzählen, betonte die Chefin des Philologenverbands NRW, Sabine Mistler: „Von Realschülern, die bewusst auf ein Gymnasium wollten statt auf eine Gesamtschule und die ein tolles Abitur gemacht haben, von Zugewanderten, die gerade erst die nötigen Sprachkenntnisse erreicht hatten“, sagte sie.
Die Lage an den sogenannten „Bündelungsgymnasien“, die diese Schüler sammelten, war natürlich speziell. Aber nicht zum Nachteil der jungen Menschen, betonte Mistler. Im Gegenteil: „Die Bedingungen waren sogar besser.“ Vor allem, weil die Stufen sehr übersichtlich waren. „Das Arbeiten in den kleineren Kursen war intensiv, die Lehrkräfte konnten sich besser individuell um die Schüler kümmern.“ Man sollte daraus lernen, befand sie, und generell für eine bessere Lehrer-Schüler-Relation sorgen. (…)“
Der gesamte Beitrag ist am Mittwoch, 30. September 2026, in der Rheinischen Post erschienen.
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